Heute Abend schon was vor?

Wollte eigentlich in die Stadt

Komm doch mit nach Dresden zu Pegida, in die Stadt kannst du danach immernoch

Pegida?

Ende 2014 war ich gerade Anfang 20, Auszubildender und lange Zeit schon unzufrieden mit der Lage in unserem Land. 

Die Probleme waren schon damals kaum zu übersehen. Ethnische Verdrängungsprozesse, einseitige Berichterstattung in den Medien und eine Politik die Tag für Tag mehr gegen das eigene Volk zu arbeiten schien. Und genauso stark wie die Probleme im Land sichtbar waren, war auch die damit einhergehende Ohnmacht. Was sollte man auch dagegen tun? Dieses oder Jenes konnte man eben nicht sagen, man wollte ja auf Arbeit keine Probleme bekommen. War ja auch klar, dass in den Medien nichts Hierüber oder Darüber berichtet wurde, das musste man sich eben denken.

Ende 2014 war beinahe nichts in unserem Land noch in Ordnung, aber wer wollte konnte den Problemen ganz gut aus dem Weg gehen. In andere Viertel ziehen, weiter an der Karriere arbeiten oder sich auf den Sport konzentrieren. Einige konnten die Ohnmacht so ganz gut verdrängen. Bei mir hatte das bis dato auch einigermaßen funktioniert. Der Plan war eines Tages gutes Geld zu verdienen, eine Familie zu gründen und sich die Vorstellungen von einem guten Leben abseits des Mainstreams, weit draußen auf dem Dorf zu erfüllen. Sollten sie sich doch in ihren multikriminellen Höllen gegenseitig auffressen. Was sollte mich das kümmern. Hoffnung auf eine echte Wende schien mir damals vergebens. 

Als ich dann eines Nachmittags Ende 2014 von Benni, einem meiner besten Freunde auf Pegida hingewiesen wurde, war ich mir doch ein wenig unsicher. Demonstrationen waren eh nicht meins, schließlich war alles was ich bis dahin von „systemkritischen“ Demonstrationen gehört hatte massiv abschreckend und etwas, zu was ich nicht gehören wollte. Aber gut, ich habe mich bequatschen lassen und fand mich wenige Stunden später in einem SUV auf der Fahrt Richtung Dresden wieder. 

Im Zentrum angekommen erwartete mich etwas, worauf ich offen gestanden nicht vorbereitet war. In den Reihen der Demonstration sah ich Leute vom Fußball, ältere Ehepaare, Hippies, offensichtlich Minderjährige und unzählige Leute wie sie mir in jedem Supermarkt, oder jeder Einkaufsmeile zu dieser Jahreszeit hätten begegnen können. Kurzum das was man als Querschnitt der Gesellschaft bezeichnet. 

Meinen Schal und meine Mütze brauchte ich hier tatsächlich nur gegen die Kälte, nicht um mich davor zu schützen, im Personalgespräch Bilder von mir neben irgendwelchen zahnlosen Gestalten vorgelegt zu bekommen. 

Ich war absolut überwältigt. Tausende Bürger, aus allen Schichten und Milieus. Gefühlt hatte jeder Zweite, damals auf dem Theaterplatz, eine Fahne dabei. Grün-weiß, blau-gelb, schwarz-rot-gold. Und Nach dem Ende der ersten Rede schalte es aus diesem Fahnenmeer „Wir sind das Volk“ aus tausenden Kehlen von einem Ende der Menschenmenge bis zum Rednerpult. Auf dem Weg dorthin riss es, einer Welle gleich, jeden mit sich mit. Ich hatte Gänsehaut, war völlig überwältigt und spürte, dass hier etwas passiert ist, was die Republik so schnell nicht vergessen wird. 

Auf dem Rückweg nach Hause wurde mir klar, dass ich jahrelang falsch gelegen hatte. Es gab sie doch noch, die Bürger die sich genau wie ich nach einer politischen Wende sehnten. Und sie waren mutig, entschlossen und laut. Das gab mir die Hoffnung, dass Multi Kulti und Vereinzelung nicht alternativlos sind und dass sich in unserem Land tatsächlich noch etwas ändern könnte.

Von den Medien wurde Pegida von Tag 1 verteufelt, vom Establishment dämonisiert, bekämpft und versucht zu beschneiden. Alle Forderungen und jede Kritik wurde als absurd hingestellt. Die Islamisierung sei ein „angebliches“ Phänomen, das Abendland ein Phantasiegebilde und die Bürger auf der Straße sowieso alles Nazis. Jeder Tag der seitdem vergangen ist, hat das Establishment eines Besseren belehrt. Immer und immer wieder hat die Realität in der Bundesrepublik gezeigt, dass Masseneinwanderung keine Bereicherung bedeutet und grüne Politik, mehr Kommunismus als Umweltschutz mit sich bringt. 

Was in Dresden begann, wurde in anderen Städten von Beginn an brutaler und schonungsloser bekämpft. In Leipzig stand der Querschnitt der Gesellschaft einem aufgescheuchten Mob von Antifa Gruppen gegenüber, wurde bespuckt, überfallen und gesellschaftlich diskreditiert. Wer weiter zu Veranstaltungen kam, war dann gestanden und taff genug, um für die Presse genau das Bild abzugeben, was brauchbar war um Legida zu stigmatisieren. Hier hatte das Establishment gewonnen. 

In Dresden hingegen wurden Pegida zur Normalität und hat seitdem etwas von einem Kultobjekt. Man hat hier wöchentlich die Gelegenheit alte Freunde, Wegbegleiter und Gleichgesinnte zu treffen. Neben dem eigentlichen Demonstrationsgeschehen hat sich ein ganzes Programm entwickelt. Es gibt gemeinsame Lieder, eigene Streams, eigene Insider Witze und immer wieder interessante Gastredner wie Tommy Robinson oder Martin Sellner.

Diesen Sonntag wird dieser einzigartige zivile Protest, made in Dresden, fünf Jahre alt. Ehrensache, dass man sich erneut auf der Straße trifft. Hier wo die seitdem immer realer werdende patriotische Wende, noch bevor Sie ins Parlament getragen wurde,  seinen Ursprung gefunden hat.

Ein Kommentar zu „5 Jahre danach

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